Ick glöw dor achter de Knick, dor liggt de Wümmeblick.

Hier ein paar zitierte Fragen und Antworten aus unserer Vereinbarung zur Einhaltung der Covid-19-Schutzmaßnahmen:

Unser Vater möchte zu seinem 70. Geburtstag die Familie in einem Restaurant zum Essen einladen – ist das zulässig?
Gaststättenbesuche sind natürlich zulässig und der Wunsch seine Familie zu einem solchen Anlass bei sich zu haben, ist mehr als verständlich. Dieses Bedürfnis nach Beisammensein sollte dabei stets in einer guten Balance zu der Notwendigkeit stehen, sich selbst und andere Menschen vor einer möglichen Infektion zu schützen.
Die Geschehnisse in Göttingen oder auch in Leer haben verdeutlicht, dass sich bei einem zu sorglosen Umgang mit den Abstandsregelungen, ungeachtet jeglicher noch so besonderen Feierlichkeit, das Virus unvermindert ausbreitet.
Beachten Sie daher bitte, dass in der Gastronomie nur Gruppen bis maximal 10 Personen bzw. zwei Haushalte gemeinsam an einem Tisch sitzen dürfen. Eine noch größere Festtafel ist also leider noch nicht möglich. Mit konsequentem Mindestabstand und regelmäßigem Händewaschen sowie gegebenenfalls einer etwas lauteren Kommunikation über die Tischgrenzen hinaus, sollte die og. Balance aber hergestellt werden können.

Gibt es für unsere Hochzeitsplanung irgendwelche Hinweise – was genau ist denn jetzt erlaubt?
Das Virus ist weiterhin da und wird uns noch über einen längeren Zeitraum einen bewussten und achtsamen Umgang mit dem Infektionsschutz abfordern, d.h. Sie sollten sich und Ihre Freunde und Verwandten auch bei einer Hochzeit schützen!
Die neue Regelung mit der Zulässigkeit von maximal 50 Personen bei Hochzeiten besagt leider nicht, dass eine solche Feier mit dieser Höchstzahl an Personen frei von jedem Risiko ist.
Im Gegenteil: Es reicht weiterhin nur eine einzige Person, die den Virus (wohlmöglich unbemerkt) in sich trägt und die Wahrscheinlichkeit einer umfänglichen Ansteckung vieler anderer Teilnehmer und Teilnehmerinnen wäre bei einer „normalen“ Hochzeitsfeier in hohem Maße gegeben.

Insofern halten Sie bitte unbedingt zu jedem Moment auf einer Hochzeitsfeier und auch auf allen anderen Feierlichkeiten (z.B. Taufe, Konfirmation, Kommunion etc.) die 1,5 m Mindestabstand ein. Dies gilt insbesondere bei einem etwaigen Besuch einer Gaststätte. Dort ist vor allem bitte die ‚10er-Gruppe‘ bzw. die ‚Zwei-Haushalte-an-einem-Tisch-Regel‘ zu beachten.

Kann man dabei auch als Brautpaar von Tisch zu Tisch gehen, um allen Gästen gerecht werden zu können?
Wenn Sie sich und Ihre Gäste schützen möchten, dann sollten Sie das lieber lassen oder aber dabei zumindest unbedingt auf den Mindestabstand achten.

Und was ist mit Tanzen?
Die wenigsten Tänze bei Feierlichkeiten sind kontaktarm, insofern sollten Sie genau überlegen, ob Sie dies ermöglichen. Es ist weniger eine Frage der Rechtsverordnung, sondern vielmehr die Frage an Sie, wie Sie die Balance zwischen Hochzeitsfeier und dem eigenen Schutz vor einer möglichen Infektion sowie den Schutz ihrer Gäste herstellen möchten. Wenn viel Platz ist, die Tanzpaare sich tatsächlich auf einen bzw. nur auf einen weiteren Hausstand oder eine feste 10er-Gruppe beschränken und dazu auch noch ein hinreichend großer Abstand zu den anderen Paaren gehalten werden kann, dann ist das zwar theoretisch möglich, aber ist all das auf Dauer wirklich realistisch einzuhalten?

 

Gilt die 50-Personen-Hochzeitsregel auch für die Silberhochzeit oder Goldene Hochzeit?
Je mehr Feierlichkeiten in größerem Rahmen als zulässig erklärt werden, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass eine solche Feier der Ausgangspunkt für einen größeren Infektionsausbruch wird. Jüngste Beispiele in Göttingen oder im Landkreis Cuxhaven zeigen diese Gefahr nachdrücklich auf. Daher konzentrieren sich die ersten Schritte zu einem Alltag mit dem Virus zunächst auf die erst- und einmaligen Feierlichkeiten, wie die Eheschließung bzw. Trauung, Taufe, Konfirmation, Kommunion etc. sowie auf Beerdigungen.

Unstrittig ist eine Goldene Hochzeit sehr bedeutsam, doch sollte gerade mit Blick auf die Covid-19 Risikogruppen dieser Anlass mit besonderer Achtsamkeit begangen werden. Sich dabei im kleineren Familienkreis in einem Restaurant unter Beachtung der gastronomischen Abstandsregelungen zu treffen, ist die bessere Option, um den Aspekten „besonderer Anlass“ und Schutz vor einer möglichen Infektion dennoch Rechnung tragen zu können.

Bei der Beerdigung sind nunmehr auch bis maximal 50 Personen erlaubt – dürfen wir im Anschluss auch in diesem Kreis noch gemeinsam trauern?

Eine Zusammenkunft im Anschluss der Beerdigung bzw. Trauerzeremonie ist hier, mit dem bereits bekannten Abstandsgebot, natürlich möglich. Soweit Sie dies in einem gastronomischen Betrieb tun, dann bedenken Sie bitte, dass dort die ‚10er-Gruppe‘ bzw. die ‚Zwei-Haushalte-Regel‘ an einem Tisch gilt und der Abstand zwischen den Tischen einzuhalten sind.

 

Grundlagen:

Zuständig Niedersächsische Landesverordnung vom 26.06.2020,
Gesundheitsamt Osterholz-Scharmbeck
Veterenäramt und Ordnungsamt des Landkreises OsterholzGerichtsstand AG Osterholz-Scharmbeck